Hausordnung
Präambel
Unsere Schule ist ein Lern-, Lebens- und Arbeitsort für viele unterschiedliche Menschen. Damit sich alle sicher fühlen, gut lernen und gut arbeiten können, brauchen wir gemeinsame Regeln.Diese Hausordnung gilt für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, pädagogischen Fachkräfte, Mitarbeitenden, Gäste und außerschulischen Partner während des Aufenthalts auf dem Schulgelände, im Schulgebäude sowie bei schulischen Veranstaltungen.
Grundlage sind der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule, das Sächsische Schulgesetz, die geltenden Schulordnungen sowie die Beschlüsse der schulischen Gremien.
Das Hausrecht wird durch die Schulleitung ausgeübt.
1 Schulbeginn und Pünktlichkeit
1.1 Pünktlichkeit
Der Unterricht beginnt um 08:00 Uhr. Alle Schülerinnen und Schüler erscheinen so pünktlich, dass sie rechtzeitig zum Unterrichtsbeginn im Unterrichtsraum sind.
1.2 Einlass
Der Einlass in das Schulgebäude erfolgt ab 07:40 Uhr über die Hoftore. Die Schülerinnen und Schüler nutzen folgende Eingänge:
• Klassen 1–4: Eingang/Hof C
• Klassen 5–9: Eingang/Hof A
Bis zum Einlass warten die Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof.
Bei extremen Wetterlagen kann die aufsichtsführende Person eine Ausnahme festlegen. Grundsätzlich nutzen Schülerinnen und Schüler nur die Aufgänge A und C. Haus- und Hoftüren sind geschlossen zu halten.
1.3 Zu spät Kommen
Wer zu spät kommt, meldet sich im Sekretariat, Zimmer 0.14, und geht anschließend ruhig in den Unterricht.
2 Gäste und Zugang zum Schulgelände
2.1 Gäste und Besucher
Besucherinnen und Besucher melden sich grundsätzlich im Sekretariat an. Dies gilt auch für Handwerksbetriebe, externe Fachkräfte und Gäste mit Termin.Gäste erhalten einen Besucherausweis. Der Aufenthalt im Schulgebäude ist nur mit schulischem Auftrag, Termin oder ausdrücklicher Erlaubnis gestattet.
2.2 Befahren des Schulgeländes
Das Befahren des Schulgeländes ist grundsätzlich nicht erlaubt.
Ausnahmen gelten für:
• Rettungsdienste
• Feuerwehr
• Polizei
• berechtigte Fachbetriebe
• Lieferdienste mit Auftrag
• Fahrzeuge mit ausdrücklicher Erlaubnis des Hausmeisters oder der Schulleitung
Auf dem gesamten Schulgelände ist besondere Rücksicht auf Schülerinnen und Schüler zu nehmen.
3 Aufenthalt während der Schulzeit
3.1 Grundsätzliches
Während der Unterrichtszeit und in den Pausen bleiben Schülerinnen und Schüler im Schulgebäude oder auf dem Schulgelände.
Das Schulgelände darf während des Schultages nicht ohne Erlaubnis verlassen werden. Dies gilt auch für Hofpausen, Freistunden, Unterrichtswechsel und Wartezeiten.Ausnahmen sind nur möglich, wenn eine ausdrückliche schulische Erlaubnis vorliegt.
3.2 Ausgangskarte
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 können das Schulgelände in den großen Pausen verlassen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
• Die Sorgeberechtigten haben schriftlich zugestimmt.
• Die Schülerin oder der Schüler wurde gesondert belehrt.
• Die Schule hat die Ausgangserlaubnis erteilt.
• Die Ausgangskarte wird der Aufsicht unaufgefordert vorgezeigt.
• Die Schülerin oder der Schüler kehrt pünktlich zum Unterricht zurück.
Die Ausgangskarte ist eine besondere Vertrauensregelung. Sie kann bei Unpünktlichkeit, Fehlverhalten, Gefährdung, Regelverstößen oder aus pädagogischen Gründen jederzeit zeitweise oder dauerhaft entzogen werden.
4 Pausen und Raumwechsel
4.1 Kleine Pausen und Raumwechsel
Kleine Pausen verbringen die Schülerinnen und Schüler grundsätzlich im Klassenraum oder im jeweils festgelegten Unterrichtsbereich. Sie dürfen sich auch in einer Kleingruppe ohne Sportgeräte auf dem Flur aufhalten. Sie bereiten sich auf die nächste Stunde vor, gehen zur Toilette oder wechseln bei Bedarf den Raum.
Bei Zimmerwechseln werden die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 6 durch die zuständige Fachlehrkraft abgeholt oder begleitet.
Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 wechseln eigenständig, ruhig und zügig die Unterrichtsräume.
4.2 Große Pausen
Große Pausen verbringen die Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof. Das Fußballfeld, sowie das grüne Klassenzimmer kann genutzt werden, wenn es durch die Aufsicht freigegeben ist. Bei schlechtem Wetter erfolgt vor Beginn der Pause eine Durchsage. In diesem Fall bleiben die Schülerinnen und Schüler im Schulgebäude oder in den festgelegten Bereichen. Die Aufsicht übernimmt dann grundsätzlich die Lehrkraft, die in der vorangegangenen Stunde in der jeweiligen Klasse unterrichtet hat.
4.3 Pausenbereiche
Für die Hofpausen gelten folgende Bereiche:
• Klassen 1–4: Bereich zwischen Eingang C und Eingang B
• Klassen 5–9: Bereich zwischen Eingang B und Eingang A
Die Pausenbereiche dienen der besseren Aufsicht und Sicherheit. Die festgelegten Bereiche sind einzuhalten. Das grüne Klassenzimmer kann bei Freigabe durch die aufsichtsführenden Personen von allen Jahrgangsstufen gemeinsam genutzt werden. Für das Fußballfeld gilt ein gesonderter Nutzungsplan.
4.4 Fachräume
Fachräume dürfen nur in Anwesenheit oder nach ausdrücklicher Erlaubnis einer Lehrkraft betreten werden.
Die besonderen Raumordnungen für Fachkabinette, Werkräume, Küche, Computerräume und Turnhalle sind einzuhalten.
4.5 Weg zur Turnhalle
Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 9 suchen die Turnhalle selbstständig auf, sofern keine andere Regelung getroffen wurde. Der Weg erfolgt ruhig, zügig und ohne Umwege.
5 Ordnung, Sauberkeit und Eigentum
Alle sind für Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit mitverantwortlich.
5.1 Räume
Nach dem Unterricht wird der Raum ordentlich verlassen. Dazu gehört:
• Stühle heranstellen oder nach Absprache hochstellen
• Tafel reinigen
• Fenster schließen
• Licht ausschalten
• groben Müll entfernen und Raum kehren
• Tür schließen
Die Lehrkraft oder die betreuende Person achtet auf die Einhaltung dieser Regeln und verlässt den Raum als letzte Person.
5.2 Schulgebäude Toiletten und Schulhof
Zimmer, Gänge, Toiletten und Schulhof sind sauber zu halten.
Wir werfen Abfall in die vorgesehenen Mülleimer und achten auf Mülltrennung.
Wir verschwenden kein Wasser und kein Papier.
Toiletten sind keine Aufenthaltsräume. Sie werden sauber und zweckentsprechend benutzt. Toiletten dürfen nicht mit Papier oder Gegenständen verstopft werden. Der Toilettengang erfolgt grundsätzlich in den Pausen. Während des Unterrichts ist die Toilettennutzung nur in begründeten Ausnahmefällen gestattet. Sie erfolgt grundsätzlich einzeln.
5.3 Eigentum und Schäden
Wir gehen sorgsam mit dem Eigentum der Schule und dem Eigentum anderer Personen um.
Wer einen Schaden bemerkt oder verursacht, meldet dies sofort einer erwachsenen Person der Schule. Mutwillige Beschädigungen können pädagogische Maßnahmen, Ordnungsmaßnahmen und Ersatzforderungen nach sich ziehen.
5.4 Persönliche Gegenstände und Haftung
Wertgegenstände, größere Geldbeträge, Sammelkarten, Spielzeug und private elektronische Geräte sollen zu Hause bleiben, wenn sie für den Unterricht nicht benötigt werden.
Die Schule übernimmt keine Haftung für Verlust, Beschädigung oder Diebstahl privater Gegenstände, soweit keine gesetzliche Verpflichtung besteht.
6 Respekt, Verständigung und Sicherheit
Alle verhalten sich so, dass niemand verletzt, gefährdet, beleidigt oder ausgegrenzt wird.
Deshalb gilt:
• Wir gehen freundlich und respektvoll miteinander um.
• Wir lösen Streit ohne Gewalt.
• Wir holen Hilfe, wenn wir einen Streit nicht allein lösen können.
• Wir rennen, schubsen und drängeln nicht im Schulhaus.
• Wir achten auf eine angemessene Lautstärke.
• Wir werfen keine Gegenstände.
• Wir achten auf jüngere und schwächere Schülerinnen und Schüler.
• Wir befolgen die Anweisungen der Mitarbeitenden der Schule.
Bei Verletzungen, Streitigkeiten, Bedrohungen oder gefährlichen Situationen wird sofort eine aufsichtsführende Person, eine Lehrkraft, eine pädagogische Fachkraft oder das Sekretariat informiert.
6.1 Sprache und Verständigung
Die Unterrichts- und Verständigungssprache im Unterricht ist Deutsch, sofern es sich nicht um Fremdsprachenunterricht oder eine ausdrücklich anders angelegte Unterrichtssituation handelt.
Wir achten darauf, dass alle am Schulleben teilhaben und wichtige Informationen verstehen können. Andere Sprachen sind Teil der Lebenswelt vieler Menschen und werden respektiert. Sie dürfen jedoch nicht genutzt werden, um andere auszugrenzen, zu beleidigen, zu bedrohen oder bewusst vom Gespräch auszuschließen.
7 Private digitale Geräte und Aufnahmen
Private digitale Geräte sind insbesondere:
• Handys und Smartphones
• Smartwatches
• Tablets
• Kopfhörer
• Kameras
• mobile Spielekonsolen
• andere internetfähige Geräte oder Speichermedien
Während des gesamten Schultages dürfen private digitale Geräte grundsätzlich nicht genutzt, nicht sichtbar getragen und nicht eingeschaltet verwendet werden.
Für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 8 gilt das gesetzliche Nutzungsverbot nach § 20a der Schulordnung Förderschulen (SOFS). Für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 gilt das Nutzungsverbot aufgrund dieser Hausordnung.
Für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 4 bleiben private digitale Geräte während des gesamten Schultages ausgeschaltet oder lautlos in der Schultasche.
Für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 9 werden Handys und vergleichbare private mobile Endgeräte zu Beginn des Schultages ausgeschaltet oder lautlos in den dafür vorgesehenen Handysafes aufbewahrt und nach Unterrichtsschluss wieder ausgegeben. Andere private digitale Geräte verbleiben ausgeschaltet oder lautlos in der Schultasche, sofern keine andere schulische Regelung getroffen wurde.
Eine Nutzung oder ein Zugriff auf das Gerät ist nur zulässig, wenn eine Ausnahme vorliegt. Ausnahmen sind möglich, wenn
• eine Lehrkraft oder eine andere hierzu befugte schulische Person die Nutzung im Einzelfall ausdrücklich erlaubt,
• die Nutzung zum Schutz lebenswichtiger Interessen erforderlich ist,
• die Nutzung behinderungsbedingt oder aufgrund einer chronischen Krankheit erforderlich ist,
• die Schulkonferenz Ausnahmen beschlossen hat.Bei einer zulässigen Ausnahme wird der Zugang zum Gerät ermöglicht.
Bild-, Ton- und Videoaufnahmen sind auf dem Schulgelände und bei schulischen Veranstaltungen verboten, sofern keine ausdrückliche Erlaubnis der Schule vorliegt.
Bei Verstößen kann das Gerät zeitweise durch die Schule in Besitz genommen werden. Die Rückgabe erfolgt nach schulischer Entscheidung an die Schülerin oder den Schüler oder an die Sorgeberechtigten
8 Verbotene Gegenstände und Mittel
Auf dem Schulgelände, im Schulgebäude, bei schulischen Veranstaltungen sowie im unmittelbaren schulischen Eingangs- und Wartebereich sind folgende Dinge verboten:
• Tabakprodukte
• E-Zigaretten, Vapes und vergleichbare Verdampfer
• Alkohol
• Cannabis
• Betäubungsmittel und andere Drogen
• Energy-Drinks sowie stark koffein- oder taurinhaltige Getränke
• Waffen und waffenähnliche Gegenstände
• Messer, Schlagringe, Reizstoffe und andere gefährliche Gegenstände
• Feuerwerkskörper und explosive Stoffe
• verfassungsfeindliche, menschenverachtende, rassistische, antisemitische, sexistische, gewaltverherrlichende oder pornografische Zeichen, Inhalte und Darstellungen
Das Mitbringen, Zeigen, Weitergeben, Konsumieren, Bewerben oder Verkaufen solcher Dinge ist untersagt.
Bei Gefahr für Personen oder Sachen kann die Schule Gegenstände zeitweise in Besitz nehmen und weitere Schritte einleiten. Bei strafrechtlich relevanten Sachverhalten können Sorgeberechtigte, Polizei, Jugendhilfe oder weitere zuständige Stellen informiert werden.Gib hier deinen Absatz ein
9 Kleidung und Garderobe
Jacken werden an die Garderobe oder an den dafür vorgesehenen Platz gehängt.
In Unterrichtsräumen werden grundsätzlich keine Kopfbedeckungen getragen. Ausnahmen gelten aus gesundheitlichen, religiösen oder pädagogisch nachvollziehbaren Gründen.
Kleidung, Aufdrucke und Symbole dürfen andere nicht beleidigen, bedrohen, ausgrenzen oder gegen die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verstoßen.
10 Unterrichtsschluss und Heimweg
Nach Unterrichtsschluss verlassen Schülerinnen und Schüler das Schulgelände unverzüglich, sofern sie nicht im Hort, in einem Ganztagsangebot, in einer schulischen Veranstaltung, im Betreuungsangebot oder mit besonderer Erlaubnis der Schule bleiben.
Schülerinnen und Schüler, die das Betreuungsangebot besuchen, werden direkt nach Unterrichtsschluss durch die zuständigen Betreuungskräfte übernommen.
Hauskinder und Kinder, die von ihren Eltern abgeholt werden, verlassen das Schulgebäude nach Unterrichtsschluss selbstständig und werden nicht einzeln übergeben.
Alle Fahrdienstkinder werden unabhängig von der Klassenstufe an den Fahrdienst übergeben.
Wartezeiten werden vor dem Sekretariat verbracht.
Umgang mit Regelverstößen
Bei Verstößen gegen die Hausordnung reagiert die Schule pädagogisch, angemessen und verhältnismäßig.
Mögliche Reaktionen sind zum Beispiel:
• Gespräch und Klärung
• Entschuldigung oder Wiedergutmachung
• Information der Sorgeberechtigten
• pädagogische Aufgabe
• zeitweise Inbesitznahme störender Gegenstände
• Ausschluss von besonderen Vertrauensregelungen, zum Beispiel Ausgangskarte
• Erziehungsmaßnahmen
• Ordnungsmaßnahmen nach dem Sächsischen Schulgesetz
Schwere oder wiederholte Verstöße können weitere Maßnahmen erforderlich machen.
Inkrafttreten
Gültig mit Beschluss der Schulkonferenz am 15.09.2026